Bauabzugssteuer

Während der Wirtschaft in Deutschland eine Rezession droht, hat Schwarzarbeit Hochkonjunktur.

 

Fast die Hälfte der Schwarzarbeit in Deutschland entfällt auf Immobilien, Renovieren und Reparieren. Wann es sich um Schwarzarbeit handelt, erläutert das Schwarzarbeitsgesetz. Danach liegt Schwarzarbeit vor, wenn mit der Erbringung von Dienst- oder Werkleistungen in erheblichem Umfang Leistungsmissbrauch, unrechtmäßige Gewerbeausübung und/oder unerlaubte Handwerksausübung einhergehen.

 

Doch der Schattenwirtschaft soll es jetzt an den Kragen gehen: Ein Schritt dazu ist das neue Gesetz zur Eindämmung illegaler Betätigung im Baugewerbe, das vom 1. Januar 2002 an gilt.

 

Künftig muss danach jeder Auftraggeber einer Bauleistung 15 Prozent des Rechnungsbetrags einbehalten und direkt an das zuständige Finanzamt abführen.

 

Unter Bauleistung versteht das Einkommensteuergesetz alle Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen.

 

Ausgenommen sind Planungsleistungen von Architekten und Statikern. Sie unterliegen nur dann dem Steuerabzugsverfahren, wenn die Planung Nebenleistung einer Bauleistung ist.

 

Von der Neuregelung betroffen sind auch private Vermieter für Baumaßnahmen an vermieteten Wohnungen, nicht jedoch am selbst genutzten Einfamilienhaus. Im Steueränderungsgesetz wurde noch zum Jahresende nachgebessert. Private Vermieter, die nicht mehr als zwei Objekte vermieten, sind nun von einem Steuerabzug ausgenommen.

 

Der Auftraggeber muss künftig bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Monats, in dem die Gegenleistung erbracht wurde, bei dem für den leistenden Bauunternehmer zuständigen Finanzamt eine Steueranmeldung abgeben. Er muss deshalb zunächst prüfen, welches Finanzamt für den Leistenden zuständig ist.

 

Zum Abschluss kann gesagt werden, Schwarzarbeit bringt niemandem etwas, weder dem Bauherren noch denen, die sich auf solche Tätigkeiten einlassen.

Für Schwarzarbeiter gibt es Strafen, die es nicht wert sind, auf diese Art und Weise sein Geld zu verdienen. Und als Bauherr hat man nie die Gewissheit, dass nicht irgendwann bauliche Mängel auftreten. Sollte dies der Fall sein, gibt es niemanden, den man zur Verantwortung ziehen kann. Also ist es für beide Parteien besser immer den ehrlichen Weg zu wählen.

Man sollte immer darauf achten auf neue immobilien.

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